Der Tannenbaum

O Tannenbaum, o Tannenbaum!
Wie grün sind deine Blätter;
du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie grün sind deine Blätter.

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen;
wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit
ein Baum von dir mich hoch erfreut.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mir was lehren:
die Hoffnung und Beständigkeit
giebt Trost und Kraft zu jeder Zeit!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mir was lehren.

 

Ernst Anschütz

 

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Die Pflanze des Monats Dezember

 

 

Die Tanne

 

Man sagt die Fichte sticht die Tanne nicht!

 

Und das hat einen Grund! Die Tanne hat flache Nadeln,

 

die an der Spitze  sogar eingekerbt sind. Die Nadeln der Tanne sind eher weich und geben nach,

 

sie stechen nicht. Die Fichte hat tatsächlich spitze, eher starre Nadeln, an denen man sich stechen kann!

 

 

Bei den Kelten stand der stattliche Baum für Größe, Stärke, Weisheit, Schönheit und Würde.

 

Für die Christen ist er mit den Themen Geburt und Auferstehung verbunden.

 

Die alten Germanen verehrten die Tanne als Symbol für Fruchtbarkeit, Wachstum und ewiges Leben.

 

Als Wappen-Baum vermittelt sie Dauerhaftigkeit und Treue – hergeleitet von den immergrünen Nadeln.

 

 

Die jungen Triebspitzen enthaltenen Enzyme, haben eine antibakterielle und schleimlösende Wirkung und

 

können im Mai (Maiwimpfel) gesammelt werden, um als Hausmittel gegen Husten zu wirken.


 

Tannen (Abies) zählen zu den Kiefern-Gewächsen. Sie haben einen kegelförmigen Wuchs, wobei die Äste

bereits in Bodennähe beginnen. Man unterscheidet zirka 50 Arten. Sie gehören zu den größten Gehölzen

überhaupt und werden bis 60 Meter hoch, Riesentannen-Arten sogar bis 90 Meter. 

Manche Sorten werden bis 600 Jahre alt.